Die Hagebutten-Odyssee: Von Suppe zu Chutney und Nudelsoße

Ich probiere in der Küche immer gern was neues aus, deshalb mag ich auch ausgefallene Rezepte. Aber an was ich mich da heute versucht habe, war ein Reinfall XD

Letztes Jahr wollte ich mir mal einen Tee selbst herstellen und hatte dafür auch entkernte Hagebutten getrocknet. Die übrigen hab ich dann einfach so genascht – und fand sie klasse, so schön süß-sauer und auch der Hagebutten eigentümlicher Geschmack behagte mir sehr.

„Also“  denkt sich das Ju, welches in igendeiner Zeitschrift ein Rezept entdeckt hat „mach ich dieses Jahr eine Hagebuttensuppe!“
Gesagt, getan. Ich hab am Wochenende viele Hagebutten gepflückt, gestern mindestens zweieinhalb Stunden entkernt und heute daraus Mus für die Suppe gemacht. Die sah nach getaner Arbeit auch gar nicht so schlecht ausIMG_4624_schnitt:

Nur geschmeckt hat sie nach A und F -.- Sie war zwar essbar, aber Genuss ist was anderes und mir ist auch nichts eingefallen, was sie als Suppe hätte aufpeppen können. Also, den Rest wegschütten? Und die Arbeit gleich mit? Alles umsonst? TT.TT
Nicht mit mir! ;D

Die Rettungsaktion:
Zum einen hatte ich noch eine Handvoll ungekochte Hagebutten übrig, zum andern die Überreste vom Passieren der gekochten – Schalen an denen entkommenes Mus hängt. Dazu noch ein wenig von der Suppe und einige andere Zutaten, lange köcheln lassen und man erhält *tadaaaa*

IMG_4650_schnitt

Ein Chutney! Sah lecker aus, war allerdings dann doch gar nicht so lecker, wie ich es mir erhofft hatte. Tragisch, aber wahr.

Aber das Rezept bekommt ihr trotzdem! Vielleicht ist es ja besser, wenn man nicht vorher eine vermurkste Suppe fabriziert! … Man bin ich verzweifelt DX

Zutaten:
250 g entkernte Hagebutten
1 (kleine) Zwiebel
1/2 Knoblauchzehe
20 g Rosinen
70 g Zucker
25 ml Essig (normaler oder weißer Balsamico)
Salz und Pfeffer
Cayennepfeffer
gemahlenen Zimt
gemahlenen Koriander
Paprikapulver
ca. 500 ml Wasser

Zubereitung:
Die Zwiebel würfeln, den Knoblauch sehr fein ebenfalls würfeln und zusammen mit den Hagebutten, Rosinen, Zucker und Essig sowie etwas Wasser aufkochen lassen. Nach Lust und Laune würzen und dann 90 Minuten köcheln lassen – dabei immer wieder mal umrühren und etwas Wasser nachgießen.
Kurz vor Schluss der Kochzeit die Masse bis zur gewünschten Konsistenz eindicken lassen und in ein sehr heiß ausgespültes Glas geben. Sofort Deckel draufschrauben und am Besten umgedreht auskühlen lassen, das verbessert die Haltbarkeit.

(Reicht für ein Glas und ich sag mal 3 von 5 Sternen. Ist nicht schlecht, aber für die Arbeit sollte es immernoch besser sein.)


(Aus dem Großteil der restlichen Suppe wurde übrigends noch Nudelsoße:
Ich hab eine Zwiebel und etwas Knoblauch in Butter angedünstet, die Suppe (hauptsächlich bestehend aus Hagebuttenmus, Wasser und Wein) dazugegeben, etwas Käse und Zitronensaft dazu, gesalzen, gepfeffert, einige Thymianblättchen und viel Rosmarin rein und das ganze auf Soßenkonsistenz einkochen lassen. Vieeel besser, sogar besser als das Chutney. Doch noch ein kleiner Erfolg ^.^)

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